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Energieeffizienz

Aktuelle Meldungen zur Energieeffizienz

Zukunftsperspektiven für Meeresströmungskraftwerke

Mittwoch, 10. März 2010

Meeresströmungskraftwerke nutzen die Meeresströmung, um Strom zu erzeugen. Die Turbine steht an einem Mast frei in der Strömung. Diese Technologie funktioniert im Prinzip wie eine Unterwasser-Windturbine. Die Rotorblätter werden jedoch nicht vom Wind, sondern von der Wasserströmung angetrieben. Wasser hat eine 800 Mal größere Energiedichte als Wind. Zweiflügelige Rotoren drehen sich mit der Bewegung des Gezeitenstroms und richten die eigene Achse um 180 Grad optimal nach der Strömungsrichtung und -geschwindigkeit aus. Ein wesentlicher Vorteil dieser Technologie: Die Stromproduktion ist aufgrund der Gezeitenzyklen vorhersehbar und damit planbar.

Das britische Unternehmen Marine Current Turbines realisierte erfolgreich das erste kommerzielle Projekt „SeaGen“ in der Meerenge von Strangford in Nordirland. Seit November 2008 speisen dort zwei (Axial-) Turbinen mit einer Gesamtleistung von 1,2 Megawatt Strom ins Netz ein und versorgen rund 1500 Haushalte mit Elektrizität. Damit ist SeaGen das derzeit leistungsstärkste Meeresströmungskraftwerk der Welt. Großes Potenzial hat diese umweltfreundliche Technologie zur Stromerzeugung insbesondere in Küstenregionen mit starkem Gezeitenstrom, beispielsweise vor Großbritannien, Irland, Frankreich, Kanada oder im ostasiatischen Raum.

Das Unternehmen mit Sitz in Bristol ist einer der Vorreiter auf dem Gebiet der Planung und Entwicklung von Meeresströmungskraftwerken. Bei den Renewable Energy Association Annual Awards gewann das Unternehmen in der Kategorie Renewable Energy Developer of the Year 2009. Siemens hat nun eine Minderheitsbeteiligung von knapp unter 10 Prozent an Marine Current Turbines erworben.Mit der Beteiligung tritt Siemens in einen neuen Markt ein, der gute Zukunftsperspektiven verspricht. Bis zum Jahr 2020 rechnen Experten für die Technologie Meeresströmungskraftwerke mit zweistelligen Wachstumsraten.

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Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, 10. März 2010 erstellt und ist abgelegt unter dem Themengebiet CO2 Einsparung, Energie & Effizienz, Forschung, Wasserenergie. Mit dem Kommentar-Feed (RSS) können Sie den Kommentaren zu diesem Artikel folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite senden.

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