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Energieeffizienz

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Schiefergas als stille Reserve

Freitag, 25. Juni 2010

Dass einige Schiefer-Arten Erdgas enthalten, ist schon seit langer Zeit bekannt. Doch die Förderung des Schiefergases galt als unrentabel. Schiefergas ist in den Spalten oder Poren horizontaler Bruchzonen gefangen oder an die organischen Bestandteile des Schiefers gebunden. Erst zwei technische Verbesserungen haben den Weg zur effizienten Förderung geebnet – das horizontale Bohren und das hydraulische Aufspalten. Die verfeinerten Fördertechniken haben eine neue Entwicklung auf dem Gasmarkt ausgelöst.

Heute stammen bereits 6 bis 10 Prozent des Erdgases, das in den USA gefördert wird, aus Schiefer. Bis zum Jahr 2020 könnte der Anteil auf 20 Prozent steigen. Für den Boom gib es auch mehrere ökonomische Gründe: In den 1990er Jahren ist die Menge der konventionellen Gasreserven in den USA zwar deutlich gesunken, aber der Gaspreis lag noch sehr tief– bei 2,50 Dollar/Gallone. In den Jahren 2000 und 2001 ist der Gaspreis dann aber gestiegen. Schiefergas wurde plötzlich konkurrenzfähig und setzte sich sogar gegen importiertes Flüssiggas durch.

Und auch Europa will die Ressource Schiefergas künftig bewirtschaften. Nach einer Schätzung lagern allein unter Westeuropa Ressourcen im Umfang von 14 Billionen Kubikmetern Schiefergas, weiterhin werden in Ostmitteleuropa große Vorkommen vermutet. Wie viel von dem europäischen Schiefergas förderbar ist, weiß derzeit aber niemand. In Deutschland, Polen und Ungarn sowie in Schweden, Frankreich und Großbritannien haben Firmen und Forschungsinstitute mit einzelnen Suchbohrungen begonnen, um die Schiefergas-Vorkommen genauer zu untersuchen.

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Dieser Eintrag wurde am Freitag, 25. Juni 2010 erstellt und ist abgelegt unter dem Themengebiet Energie & Effizienz, Energieverbrauch, Erdgas, Forschung. Mit dem Kommentar-Feed (RSS) können Sie den Kommentaren zu diesem Artikel folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite senden.

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