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Energieeffizienz

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Neues Material soll Akkus überflüssig machen

Mittwoch, 17. Februar 2010

Europäische Forscher arbeiten an einem Material,  das für den Karosseriebau bei Fahrzeugen stabil und leichtgewichtig ist, dabei aber gleichzeitig Strom speichern kann. “Karbonfaser-Polymerharz-Material” besitzt darüber hinaus noch weitere Vorteile: Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien kommt es nicht zu einer chemischen Reaktion. Dadurch kann es nicht nur schneller aufgeladen werden, sondern die mit der Zeit auftretenden Kapazitätsverluste, wie sie von den gängigen Lithium-Ionen-Akkus bekannt sind, können ebenfalls vermieden werden. ”Wir sind vom Potenzial dieser Technologie begeistert. Wir glauben, dass das Auto der Zukunft dank unserem Kompositmaterial Strom aus seinem Dach, seiner Motorhaube oder sogar aus der Tür beziehen kann”, sagt Emile Greenhalgh vom Department of Aeronautics des Imperial College London (ICL).

Greenhalgh koordiniert ein Dreijahres-Projekt, das nicht nur die Speicherkapazität des aus Karbonfasern und einem Polymerharz bestehenden Materials verbessern soll. “Wir erwarten, dass es in einem Fahrzeugprototypen von Volvo genutzt wird”, meint Greenhalgh gegenüber dem online portal pressetext. Dort soll eine Strom speichernde Reserveradmulde zum Einsatz kommen. Was mögliche Anwendungen des Materials betrifft, sehen die Forscher darüber hinaus kaum Grenzen. So seien Navigationssysteme denkbar, deren Gehäuse die erforderliche Energie speichert. Man könnte ein Handy haben, das so dünn ist wie eine Kreditkarte, weil es keine voluminöse Batterie mehr braucht.

Die Forscher werden zunächst die mechanischen Eigenschaften des Materials verbessern, indem sie Kohlenstoff-Nanoröhren auf den Karbonfasern ziehen. Damit sollte auch die Kapazität steigen. Es wird erwartet, dass ein Hybridmaterial entsteht, das Speichermaterial im Inneren und konventionelle Beschichtungen außen vereint. Gepaart mit geringen Spannungen von unter zehn Volt soll das eine gefahrlose Nutzung erlauben. Den Forschern zufolge könnte dadurch das Gesamtgewicht um 15 Prozent sinken. Nach Schätzung wird es nach Ende des aktuellen Projekts, noch drei bis fünf Jahre dauern, ehe die Technologie marktreif ist.

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Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, 17. Februar 2010 erstellt und ist abgelegt unter dem Themengebiet Energie & Effizienz, Forschung, Mobilität, Strom. Mit dem Kommentar-Feed (RSS) können Sie den Kommentaren zu diesem Artikel folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite senden.

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