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Energieeffizienz

Aktuelle Meldungen zur Energieeffizienz

Kostensteigerung durch Ökostrom

Montag, 05. Juli 2010

Der Unmut über die steigenden Zusatzkosten durch Ökostrom wird lauter. Mit dem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien im deutschen Energiemix klettern aufgrund der Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auch die Stromkosten für alle Kunden – um Milliardenbeträge. Energieversorger geben die Forderungen der Anlagenbetreiber mit Verspätung an alle Kunden weiter, da der Ökostrom-Anteil an der Stromrechnung erst nach Feststellung der tatsächlich erzeugten Menge sichtbar wird. Die hohen Nachforderungen haben nun zu einer Klage gegen einen Stromriesen geführt.

Wie der Energie-Broker Ampere mitteilt, hat der Dienstleister im Namen eines Kunden “Musterklage” gegen den Energieversorger RWE eingereicht, da der Energieversorger systematisch falsch abrechne. Das Unternehmen mache Ökostrom-Nachforderungen aus dem Jahr 2008 geltend. Dabei schreibt das EEG seit Anfang 2009 eine Frist vor, die Differenzkosten “spätestens bis zum 30. November des folgenden Jahres” abzurechnen. “RWE hat die gesetzliche Frist verschlafen”, meint Ampere-Vorstand Dietmar Polster.

Besonders die Endverbraucher sind von den Ökostrom-Forderungen betroffen. Dem Bundesverband der Deutschen Energiewirtschaft zufolge werden die EEG-Kosten in diesem Jahr gegenüber 2008 um 100 Prozent auf rund 8,2 Mrd. Euro steigen. Insgesamt addiert sich die Mehrbelastung durch die nun nachgereichten Abrechnungen  deutschlandweit auf bis zu eine halbe Mrd. Euro. Immer mehr Stromkunden bekommen dafür die Rechnung präsentiert und erhalten Nachforderungen von den Energieversorgern. Ampere geht davon aus, dass sich die Beschwerden in Folge der Musterklage häufen werden.

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Dieser Eintrag wurde am Montag, 05. Juli 2010 erstellt und ist abgelegt unter dem Themengebiet Energie & Effizienz, Energieverbrauch, Strom. Mit dem Kommentar-Feed (RSS) können Sie den Kommentaren zu diesem Artikel folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite senden.

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