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Energieeffizienz

Aktuelle Meldungen zur Energieeffizienz

Geplante Kürzung der Vergütung für Photovoltaik

Freitag, 22. Januar 2010

Nach Plänen der Bundesregierung wird die Vergütung für Solarstromanlagen noch in diesem Jahr um 15 Prozent gekürzt. Diese Änderung soll für Dachanlagen zum 1. April und für Anlagen auf Freiflächen zum 1. Juli in Kraft treten, kündigte Bundesumweltminister Norbert Röttgen an. Für Solaranlagen auf Ackerflächen soll die Kürzung sogar 25 Prozent betragen. Die grundsätzliche Haltung, die Solarstromförderung zu beschneiden, hatte die neue Bundesregierung aus Union und FDP bereits im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Röttgen signalisierte nun, dass er vor einer grundsätzlichen Korrektur des EEG nicht zurückschreckt.

Die Solarförderung ist in die Kritik geraten, da die Preise für die Module seit dem vergangenen Jahr teilweise um 30 Prozent gefallen sind. Dies erhöhte die Renditen für Eigenheimbesitzer, was wiederum den Boom weiter anfeuerte. Die Differenz zwischen den auf 20 Jahre garantierten Abnahmepreisen und dem deutlich niedrigeren Marktpreis für konventionellen Strom wird nicht vom Staat, sondern durch einen Aufschlag auf die Stromrechnung von allen Verbrauchern in Deutschland bezahlt. Allein im vergangenen Jahr habe sich die Vergütung für Ökostrom auf 8,95 Milliarden Euro summiert.

Der Bundesverband Solarwirtschaft prognostizierte eine “Insolvenzwelle in der Zukunftsbranche Photovoltaik und den Verlust Zehntausender Arbeitsplätze”, sollten Röttgens Pläne umgesetzt werden. Der Naturschutzbund Deutschland nannte es richtig, dass die Vergütungssätze für Solarstrom den gesunkenen Preisen für Photovoltaik-Anlagen angepasst würden. “Doch die geplanten Einschnitte kommen zu plötzlich und sind zu hoch. Sie gefährden den weiteren Ausbau der Solarenergie in Deutschland”, meinte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

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Dieser Eintrag wurde am Freitag, 22. Januar 2010 erstellt und ist abgelegt unter dem Themengebiet CO2 Einsparung, Energie & Effizienz, Gesetze und Richtlinien, Solarenenergie. Mit dem Kommentar-Feed (RSS) können Sie den Kommentaren zu diesem Artikel folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite senden.

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