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Energieeffizienz

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Erster Desertec-Wüstenstrom in fünf Jahren möglich

Freitag, 16. Juli 2010

Die Wüstenstrom-Initiative Desertec will bereits in fünf Jahren den ersten Strom liefern. “Wir arbeiten längst nicht mehr nur an Plänen, sondern an deren Umsetzung”, sagte Projektleiter Ernst Rauch vom Rückversicherer Munich Re der “Süddeutschen Zeitung”. Die Projektgesellschaft spreche derzeit mit den Regierungen von Marokko, Algerien und Tunesien über Stromdurchleitung und erste Projekte. Der erste Spatenstich könnte 2013 für das erste Solarkraftwerk in Marokko erfolgen. Der erste Strom könne dann Ende 2015 fließen.

Um den in der Wüste produzierten Strom auch lohnend in Deutschland verkaufen zu können, forderte Rauch zu Gesetzesänderungen auf. “Wir können Strom zwar technisch aus Afrika importieren. Aber es ist noch immer nahezu unmöglich, ihn in Ländern wie Deutschland auch zu verkaufen”. Dort werde per Gesetz nur national produzierter Ökostrom gefördert. “Das muss sich ändern. Die EU schreibt vor, ab 2012 die Grenzen für Ökostrom aus dem Ausland fallen zu lassen.”

Desertec war vor einem Jahr an den Start gegangen. Die Projektgesellschaft DII soll bis 2012 die Grundlagen für das derzeit wohl ambitionierteste Infrastrukturprojekt der Welt legen. Bis 2050 sollen in Nordafrika und dem Nahen Osten große Solarkraftwerke und Windparks entstehen, um einen großen Teil des lokalen und 15 Prozent des europäischen Stromverbrauchs zu decken. Die Initiative wird derzeit von 17 Gesellschaftern getragen – unter anderem von Munich Re, Eon und RWE. Bis 2050 sollen insgesamt 400 Milliarden Euro in das Projekt fließen.

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Dieser Eintrag wurde am Freitag, 16. Juli 2010 erstellt und ist abgelegt unter dem Themengebiet Energie & Effizienz, Gesetze und Richtlinien, Solarenenergie, Windenergie. Mit dem Kommentar-Feed (RSS) können Sie den Kommentaren zu diesem Artikel folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite senden.

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