Die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen tritt zur Reifeprüfung an. Ein Jahr lang werden alle auf dem deutschen Markt zur Verfügung stehenden Elektrofahrzeuge – Tesla Roadster, Fiat Karabag, Smart electric drive, A-Klasse EcoDrive, Peugeot iOn, Citroen C-Zero, etc., insgesamt elf Fahrzeuge – von den Experten des TÜV getestet. Auf dem Programm stehen Praxistests der Fahrzeuge mit Messparametern wie Ladekurven, Fahrverhalten, Fahrprofilen und Temperatur, um die Fahrzeuge mit dem geringsten Verbrauch zu ermitteln.
Im Fokus natürlich: der Aktionsradius. Gerade bei Minusgraden geraten Elektroautos nicht zuletzt aufgrund des hohen Stromverbrauchs der Heizung schnell an ihre Leistungsgrenzen. Die Reichweite ist neben dem hohen Anschaffungspreis bisher die größte Hürde für den Käufer. Planungssicherheit schaffen da genaueste Angaben zum Aktionsradius – egal auf welcher Strecke, bei welchem Fahrer und bei welcher Witterung. Daten dazu gab es bisher in erster Linie nur vom Rollenprüfstand der Hersteller.
Zum Auftakt ging es gleich an die Grenzen: Alle Fahrzeuge sind bei minus 13 Grad Außentemperatur in der vergangenen Woche in München zum ersten Praxistest gestartet. Die Strecke: 50 Kilometer zum Starnberger See und zurück. Die Aufgabe für die Piloten: normale Fahrweise bei angenehmen Innentemperaturen. Im Fokus der Experten: Außentemperatur, Batterietemperatur und Verbrauch. Und die Verbräuche fielen schon bei einer Stunde Fahrzeit recht unterschiedlich aus und lagen zwischen fünf und zwölf Kilowattstunden.
Redaktion: Energie Marketing Agentur